{"id":42,"date":"2010-07-13T00:17:04","date_gmt":"2010-07-13T00:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.geofabrik.de\/?p=42"},"modified":"2010-07-13T00:17:04","modified_gmt":"2010-07-13T00:17:04","slug":"bericht-von-der-sotm2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.geofabrik.de\/index.php\/2010\/07\/13\/bericht-von-der-sotm2010\/","title":{"rendered":"Bericht von der SOTM2010"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind zur\u00fcck von der <a href=\"http:\/\/www.stateofthemap.org\/\">State of the Map 2010,<\/a> der internationalen OpenStreetMap-Konferenz, die dieses Jahr in Girona in Spanien stattfand.<\/p>\n<p>Insgesamt l\u00e4sst sich beobachten, dass das Interesse von Unternehmen an der Konferenz w\u00e4chst; es wurden dieses Mal grob doppelt so viel Sponsorengelder eingesammelt wie letztes Mal (verbunden allerdings auch mit grob doppelt so hohen Kosten f\u00fcr die Konferenz), und viele &#8220;beruflich&#8221; OSM-Interessierte waren auch das ganze Wochenende da.<\/p>\n<p>Dennoch schien ein gro\u00dfer Teil der Anwesenden eher technisch interessiert &#8211; kaum jemand im Publikum, der sich nicht schon einmal wenigstens in irgendeinen Aspekt von OSM tiefer eingearbeitet oder sogar Software geschrieben hatte. So war dann auch das Vortragsprogramm fast weniger spannend als die zahlreichen Gespr\u00e4che mit Bastlern aus der ganzen Welt, die in den (spanientypisch sehr ausgedehnten) Kaffee- und Mittagspausen oder auch im Foyer vor den Vortagss\u00e4len gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Auf besonderes Interesse stiessen am &#8220;Business Day&#8221;, dem Freitag, die Ank\u00fcndigungen von Microsoft (bing maps soll bald einen w\u00e4hlbaren OSM-Layer bekommen) und Aol (Mapquest will vollst\u00e4ndig auf OSM umstellen, f\u00fcr Karten und Routing, und im kommenden Jahr eine Million US-Dollar bereitstellen, um das Projekt vorallem in den USA voranzubringen).<\/p>\n<p>Von der Geofabrik gab es einen Vortrag \u00fcber Geschwindigkeitsoptimierung bei osm2pgsql\/Mapnik-basiertem Tile-Rendering (Folien <a href=\"http:\/\/www.geofabrik.de\/media\/2010-07-10-rendering-toolchain-performance.pdf\">hier)<\/a> sowie Kurzvorstellungen der <a href=\"http:\/\/blog.geofabrik.de\/?p=34\">Tirex-Software<\/a> und der zum Wochenende von Dennis Luxen am KIT (Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, ehemals Universit\u00e4t Karlsruhe) ver\u00f6ffentlichten schnellen Routing-Engine f\u00fcr OSM-Daten <a href=\"http:\/\/routingdemo.geofabrik.de\/\">(Demo-Seite bei der Geofabrik,<\/a> <a href=\"http:\/\/lists.openstreetmap.org\/pipermail\/dev\/2010-July\/019902.html\">Ank\u00fcndigung auf der Mailingliste.)<\/a><\/p>\n<p>Als Mitglied der &#8220;Data Working Group&#8221; bei OpenStreetMap stellte Frederik ausserdem kurz die Arbeit in diesem Gremium vor, das sich mit der Bek\u00e4mpfung von Vandalismus und Urheberrechtsverletzungen bei OpenStreetMap besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4135\/4778948678_a2b4dde4d6_d.jpg\" alt=\"from StevenFeldman's Flickr photo stream\" \/><\/p>\n<p>Am Freitag abend gewann die Geofabrik \u00fcberraschend einen kleinen Preis f\u00fcr den &#8220;Best Elevator Pitch&#8221; &#8211; f\u00fcnf kleinere OSM-Firmen waren aufgefordert, in einer Minute ihr Gesch\u00e4ftsmodell zu umrei\u00dfen und zu erkl\u00e4ren, was man macht, wer die Kunden sind, was man diesen Kunden bietet und warum sie zu einem kommen sollen. Frederik sagte f\u00fcr die Geofabrik in etwa folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Unser Gesch\u00e4ftsmodell ist einfach, altmodisch, und langweilig: Sie zahlen uns Geld, und daf\u00fcr arbeiten wir f\u00fcr Sie. Wir verkaufen unseren Kunden keine Software oder Leistungen, die sie nicht auch selber mit freier Software und anhand von Wiki-Anleitungen hinbekommen &#8211; wir verkaufen einfach Zeitersparnis. Die Kunden beauftragen uns, wenn sie ein Problem lieber von erfahrenen Experten l\u00f6sen lassen m\u00f6chten, anstatt selbst ein mehrfaches der Zeit zu investieren. Wir verwenden die H\u00e4lfte unserer Zeit darauf, mit der und f\u00fcr die OSM-Community zu arbeiten &#8211; dadurch weiss die Community auch, was wir k\u00f6nnen, und schickt potentielle Kunden in unsere Richtung.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Publikum fand diese Beschreibung erfrischend einfach, und die Geofabrik gewann mit Abstand (&#8220;by a country mile&#8221;, wie Steven Feldman, Moderator des Wettbewerbs, sagte).<\/p>\n<p>Den Abschluss der Veranstaltung bildete am Sonntag wieder, wie letztes Jahr in Amsterdam, eine langwierige Versteigerung s\u00e4mtlicher \u00fcbriggebliebenen Veranstaltungsgegenst\u00e4nde &#8211; Poster, Banner, Taschen, sogar einige Hardware und Weinflaschen wurden an den Mann oder an die Frau gebracht.<\/p>\n<p>Wir hatten vier Vorab-Exemplare unseres demn\u00e4chst auf englisch erscheinenden <a href=\"http:\/\/www.openstreetmap.info\/\">OSM-Buches<\/a> dabei, die uns f\u00f6rmlich aus der Hand gerissen wurden (&#8220;wann kann man das kaufen? wo?&#8230;&#8221;) &#8211; nun wird es h\u00f6chste Zeit, das endlich in den Handel zu bringen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind zur\u00fcck von der State of the Map 2010, der internationalen OpenStreetMap-Konferenz, die dieses Jahr in Girona in Spanien stattfand. 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