GEOFABRIK

Suche // Archiv

Das Buch

OpenStreetMap
Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten.
Von Frederik Ramm
und Jochen Topf.

Events

Hack Weekend 17-18 October 2015 in Karlsruhe

Blog

pedro
A frequent problem in OpenStreetMap is that someone dreams up a project that involves generating good routes for pedestrians, decides that OSM’s standard way of routing pedestrians along streets isn’t good enough, and proceeds to add every single pavement (or sidewalk, for our American friends) as a highway=footway – causing a headache for other mappers who now have to move three lines instead of one when they refine the road geometry, among other things.

A very promising solution to this problem has been developed by Nathanel Lang in his Bachelor Thesis (at HfT Stuttgart) available in German here: https://github.com/Nathanael-L/pedro). He’s synthesizing footways on both sides of streets (unless the highway type or particular tags say otherwise), and then takes care to properly link them to the rest of the network – or drop them again if it is found that footways have already been mapped as separate geometries. Road crossings are also synthesized because it is assumed that smaller roads may be crossed by pedestrians anywhere. That way, he can generate a pedestrian-friendly routing graph to be used as the basis for routing – without actually adding lots of unnecessary extra geometries to OSM.

The software that generates the routing graph is called “Pedro”, and available from GitHub at the URL given above. There are some open ends that might need attention before it can be used in a world-wide production environment, but already it is an excellent demonstration of the possible future of pedestrian routing with OSM.

(The thesis was mentored by Frederik Ramm at Geofabrik.)

(Gastbeitrag von Lukas Toggenburger, der den Address-View programmiert hat)

Letzthin wurde ich von User Stephan75 wegen der Auswertung von addr:place-Tags im OSM Inspector (http://tools.geofabrik.de/osmi/?view=addresses) angeschrieben. Für die Wochenaufgabe mit postalischen Adressen hat er sich gewünscht, solche Einträge auch angezeigt zu bekommen.

Seit der ersten Version werden im OSM Inspector Verbindungslinien von Adress-Einträgen (z.B. addr:street=Bahnhofstraße) zum nächstliegenden Punkt der zugehörigen Straße (highway=residential, name=Bahnhofstraße) eingezeichnet. Falls in der Region des Adress-Eintrags keine Straße mit entsprechendem Namen gefunden werden kann, wird das als potenzieller Fehler hervorgehoben. Das Tagging-System mit addr:place=… wird für diejenigen Fälle verwendet, wo sich die Adresse nicht auf eine sich in der Nähe befindliche Straße bezieht, sondern auf einen Weiler, eine Siedlung, etc. (place=…, name=…). Der anfangs erwähnten Anfrage von Stephan75 bin ich nachgekommen: Neu werden analog den Adressen mit addr:street=… auch für die Adressen mit addr:place=… Verbindungslinien bzw. Fehlermarkierungen eingezeichnet.

Zwei weitere Funktionen habe ich ebenfalls neu eingebaut: Zum einen werden Hausnummern (addr:housenumber=…) hervorgehoben, die nicht nur aus den Zeichen 0-9, a-z und A-Z bestehen. Zum andern habe ich mir gedacht, dass Adress-Einträge (addr:*=…) auf ungeschlossenen Linienzügen (ways) wohl meistens Tagging-Fehler sind (Ausnahme addr:interpolation=…). Solche Einträge werden nun ebenfalls hervorgehoben.

Hintergrund

Im Herbst 2013 schrieb ich als Projektarbeit für mein Masterstudium im Bereich ICT die Adress-Ansicht des OSM Inspectors um. Ziel war eine schnellere Verarbeitung und die Erweiterung des dargestellten Gebiets von Europa auf die gesamte Welt. Anstatt das Projekt nach dem Erhalt der Note auf sich beruhen zu lassen, habe ich immer wieder mal Änderungen vorgenommen, einsehbar unter https://github.com/ltog/osmi-addresses.

Die Software ist in C++11 geschrieben. Unter Verwendung von libosmium (https://github.com/osmcode/libosmium) werden Adress-relevante Inhalte aus OSM-Daten extrahiert und in .sqlite-Dateien geschrieben. Deren Inhalte wiederum werden mittels OSGeo MapServer ans Webinterface ausgeliefert. Auch die direkte Einbindung in JOSM über die WMS-Schnittstelle ist möglich, siehe https://wiki.openstreetmap.org/wiki/OSM_Inspector/WxS.

Kommentare und Pull-Requests nehme ich gerne entgegen.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Geotab Inc. (http://www.geotab.com), die das Hosting des Address View finanziert und an die Geofabrik, die den OSM Inspector betreibt. Danke auch ans Institut für Photonics und ICT (http://www.htwchur.ch/ipi), das die Arbeit betreut hat (und damals wie heute mein Arbeitgeber ist).

Neuer Server für die Geofabrik

27.01.2016 | Philip Beelmann

Im Dezember trafen in der Geofabrik – so wie es sich für die Weihnachtszeit gehört – nach und nach allerlei Pakete mit Hardware ein. Zu meiner Freude durfte ich die Komponenten zu unserem neuen Flaggschiff-Server zusammenbauen, der pünktlich zum Jahreswechsel in Betrieb ging.

Dank zweier Xeon E5-2623 v3 Prozessoren, 8x 32GB Arbeitsspeicher sowie 26 TB Festplattenspeicher sind wir auch für das weitere Wachstum der OSM-Daten gut gerüstet. Und das 1000-Watt-Netzteil hat auch noch ein bisschen Reserve für künftige Upgrades…

Server Innenansicht Server Kühlermontage Foto 15.12.15, 16 23 34

Die OSM-Nachtlebenkarte

21.09.2015 | Frederik Ramm

Im Juli hat eine Studentin der Hochschule Karlsruhe, Lisa Stolz, bei der Geofabrik ihre Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Lisa studierte Kartographie und Geomatik, und da bot sich ein gestalterisches Thema an – die “Nachtlebenkarte”.

Screenshot

Es gab ja schon einige Karten in dunklerem Stil oder den Versuch einer “Lichtkarte”, aber was Lisa versuchen wollte, war, diejenigen Orte, bei denen man anhand von OSM-Daten auf das Vorhandensein eines gewissen Nachtlebens schließen konnte, durch hellere und buntere Farben auch auf der Karte lebendig werden zu lassen. Dabei wurde z.B. auch von der “Kneipendichte” auf die Belebtheit einer Straße geschlossen, was sich dann in einem helleren Farbton äußerte.

Die Bachelor-Arbeit steht als PDF-Datei zur Verfügung, und der Stil kann auf GitHub unter einer freien Lizenz heruntergeladen oder abgeändert werden. Für eine begrenzte Zeit steht auch eine weltweite Demo-Ansicht zur Verfügung.

A new, world-wide water and waterway debug layer is live at the OSM Inspector web site. We’ve done away with the old VMAP0 river reference, and extended coverage from Europe-only to the whole planet.

02overview_zoom11

There’s tons of new features – for example, OSMI will detect when a river changes its name, or starts out of nowhere (or ends in something that is not another body of water).

03coastline_zoom12

Rivers without names are highlighted, as are directional problems where two parts of a river flow towards, or away from, the same point.

01water_direction_error

The software backing these new layers has been written in C++ (using Jochen Topf’s excellent Osmium library) by Geofabrik intern Nathanael Lang. It is Free Software, and can be run in a standalone fashion to convert an OSM .pbf file into a SQLite database if you’d like to run your own analyses. Fork it, or report issues, on GitHub!

Meta