GEOFABRIK

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Das Buch

OpenStreetMap
Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten.
Von Frederik Ramm
und Jochen Topf.

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Hack Weekend 17-18 October 2015 in Karlsruhe

Blog

(Gastbeitrag von Lukas Toggenburger, der den Address-View programmiert hat)

Letzthin wurde ich von User Stephan75 wegen der Auswertung von addr:place-Tags im OSM Inspector (http://tools.geofabrik.de/osmi/?view=addresses) angeschrieben. Für die Wochenaufgabe mit postalischen Adressen hat er sich gewünscht, solche Einträge auch angezeigt zu bekommen.

Seit der ersten Version werden im OSM Inspector Verbindungslinien von Adress-Einträgen (z.B. addr:street=Bahnhofstraße) zum nächstliegenden Punkt der zugehörigen Straße (highway=residential, name=Bahnhofstraße) eingezeichnet. Falls in der Region des Adress-Eintrags keine Straße mit entsprechendem Namen gefunden werden kann, wird das als potenzieller Fehler hervorgehoben. Das Tagging-System mit addr:place=… wird für diejenigen Fälle verwendet, wo sich die Adresse nicht auf eine sich in der Nähe befindliche Straße bezieht, sondern auf einen Weiler, eine Siedlung, etc. (place=…, name=…). Der anfangs erwähnten Anfrage von Stephan75 bin ich nachgekommen: Neu werden analog den Adressen mit addr:street=… auch für die Adressen mit addr:place=… Verbindungslinien bzw. Fehlermarkierungen eingezeichnet.

Zwei weitere Funktionen habe ich ebenfalls neu eingebaut: Zum einen werden Hausnummern (addr:housenumber=…) hervorgehoben, die nicht nur aus den Zeichen 0-9, a-z und A-Z bestehen. Zum andern habe ich mir gedacht, dass Adress-Einträge (addr:*=…) auf ungeschlossenen Linienzügen (ways) wohl meistens Tagging-Fehler sind (Ausnahme addr:interpolation=…). Solche Einträge werden nun ebenfalls hervorgehoben.

Hintergrund

Im Herbst 2013 schrieb ich als Projektarbeit für mein Masterstudium im Bereich ICT die Adress-Ansicht des OSM Inspectors um. Ziel war eine schnellere Verarbeitung und die Erweiterung des dargestellten Gebiets von Europa auf die gesamte Welt. Anstatt das Projekt nach dem Erhalt der Note auf sich beruhen zu lassen, habe ich immer wieder mal Änderungen vorgenommen, einsehbar unter https://github.com/ltog/osmi-addresses.

Die Software ist in C++11 geschrieben. Unter Verwendung von libosmium (https://github.com/osmcode/libosmium) werden Adress-relevante Inhalte aus OSM-Daten extrahiert und in .sqlite-Dateien geschrieben. Deren Inhalte wiederum werden mittels OSGeo MapServer ans Webinterface ausgeliefert. Auch die direkte Einbindung in JOSM über die WMS-Schnittstelle ist möglich, siehe https://wiki.openstreetmap.org/wiki/OSM_Inspector/WxS.

Kommentare und Pull-Requests nehme ich gerne entgegen.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Geotab Inc. (http://www.geotab.com), die das Hosting des Address View finanziert und an die Geofabrik, die den OSM Inspector betreibt. Danke auch ans Institut für Photonics und ICT (http://www.htwchur.ch/ipi), das die Arbeit betreut hat (und damals wie heute mein Arbeitgeber ist).

Neuer Server für die Geofabrik

27.01.2016 | Philip Beelmann

Im Dezember trafen in der Geofabrik – so wie es sich für die Weihnachtszeit gehört – nach und nach allerlei Pakete mit Hardware ein. Zu meiner Freude durfte ich die Komponenten zu unserem neuen Flaggschiff-Server zusammenbauen, der pünktlich zum Jahreswechsel in Betrieb ging.

Dank zweier Xeon E5-2623 v3 Prozessoren, 8x 32GB Arbeitsspeicher sowie 26 TB Festplattenspeicher sind wir auch für das weitere Wachstum der OSM-Daten gut gerüstet. Und das 1000-Watt-Netzteil hat auch noch ein bisschen Reserve für künftige Upgrades…

Server Innenansicht Server Kühlermontage Foto 15.12.15, 16 23 34

Die OSM-Nachtlebenkarte

21.09.2015 | Frederik Ramm

Im Juli hat eine Studentin der Hochschule Karlsruhe, Lisa Stolz, bei der Geofabrik ihre Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Lisa studierte Kartographie und Geomatik, und da bot sich ein gestalterisches Thema an – die “Nachtlebenkarte”.

Screenshot

Es gab ja schon einige Karten in dunklerem Stil oder den Versuch einer “Lichtkarte”, aber was Lisa versuchen wollte, war, diejenigen Orte, bei denen man anhand von OSM-Daten auf das Vorhandensein eines gewissen Nachtlebens schließen konnte, durch hellere und buntere Farben auch auf der Karte lebendig werden zu lassen. Dabei wurde z.B. auch von der “Kneipendichte” auf die Belebtheit einer Straße geschlossen, was sich dann in einem helleren Farbton äußerte.

Die Bachelor-Arbeit steht als PDF-Datei zur Verfügung, und der Stil kann auf GitHub unter einer freien Lizenz heruntergeladen oder abgeändert werden. Für eine begrenzte Zeit steht auch eine weltweite Demo-Ansicht zur Verfügung.

A new, world-wide water and waterway debug layer is live at the OSM Inspector web site. We’ve done away with the old VMAP0 river reference, and extended coverage from Europe-only to the whole planet.

02overview_zoom11

There’s tons of new features – for example, OSMI will detect when a river changes its name, or starts out of nowhere (or ends in something that is not another body of water).

03coastline_zoom12

Rivers without names are highlighted, as are directional problems where two parts of a river flow towards, or away from, the same point.

01water_direction_error

The software backing these new layers has been written in C++ (using Jochen Topf’s excellent Osmium library) by Geofabrik intern Nathanael Lang. It is Free Software, and can be run in a standalone fashion to convert an OSM .pbf file into a SQLite database if you’d like to run your own analyses. Fork it, or report issues, on GitHub!

OSM Inspector Address View now world-wide

11.04.2014 | Frederik Ramm

For over 5 years now, Geofabrik’s OSM Inspector is an important quality assurance tool for OpenStreetMap, used by thousands of mappers on a daily basis to check their local area or their own work.

Some of the Inspector’s layers, like for example the routing problem analysis or the broken multipolygon view, have already been available world-wide for a while; but others were restricted to Europe because of limited resources.

Today we announce the launch of a world-wide address layer, highlighting mistyped addresses, addresses without matching roads, bad interpolation ranges, and other common problems with addresses in OpenStreetMap. The new view is available from the standard view select drop-down in OSM Inspector, replacing the previous Europe-only layer.

This view was previously computed by a relatively slow process based on a PostGIS backend, and now uses a completely new standalone backend that is based on Jochen Topf’s new Osmium library, and available on GitHub.

This launch is made possible by a generous hardware sponsorship from Canadian telematics company Geotab Inc. – thank you!

We’d also like to thank Lukas Toggenburger, who developed the new OSMI address backend as part of a project thesis for his master studies at HTW Chur, in Switzerland, in a cooperation with HSR Rapperswil.

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